Rosen für Marxloh e.V.
Miteinander - Hand in Hand
Eröffnung
Das Team
Das Projekt 2010

Gülhane - Rosen für Marxloh

Der Stadtteil Duisburg-Marxloh ist geprägt durch den Bergbau, die Stahlindustrie, einen hohen Bevölkerungsanteil mit Zuwanderungsgeschichte und durch eine, durch den Strukturwandel bedingte, hohe Arbeitslosigkeit. In direkter Nachbarschaft zu den Hochöfen von Thyssen KruppSteel verfügt der Stadtteil über zu wenig Grünanlagen und öffentliche Verweilplätze. Lange war Marxloh in den Medien das Synonym für einen sozialen Brennpunkt. Durch die Eröffnung der DITIB-Moschee mit integrierter Begegnungsstätte beginnt sich das Bild zum Positiven zu wandeln. Unter der Moscheekuppel wurde erstmalig in Deutschland mit Förderung des Landes NRW und der EU eine Begegnungsstätte errichtet. Da dies ohne Proteste geschah, gilt Marxloh in weiten Kreisen mittlerweile als Vorbild für gelungene Integration. Auch die Entwicklung der Marxloher Einkaufsstrasse zu einer weithin bekannten Hochzeitsmeile hat das Image des Stadtteils verbessert.

Die deutsch-türkische Bürgerinitiative „Rosen für Marxloh“ arbeitet seit 2003 mit der DITIB-Begegnungsstätte zusammen an einer Imageverbesserung des Stadtteils.

 

Im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 bepflanzt die Stadt Duisburg neben der DITIB-Moschee eine öffentliche Grünanlage mit Rosen und lässt so den „Rosengarten“ als attraktiven Begegnungs- und Verweilort für alle Menschen entstehen. Dort wollen wir mit den Menschen des Stadtteils unter Anleitung des Architekten Marcel Kalberer und der Baukunstgruppe „Sanfte Strukturen“ im Sommer 2010 den „Rosenpavillon“ errichten, eine 8 m hohe Rosenknospe aus Bambus, die von Rosen berankt wird. Jugendliche aus unseren Partnerstädten Perm und Portsmouth werden sich am Bau beteiligen.

Einfache handwerkliche Techniken ermöglichen es allen Interessierten nach kurzer Einarbeitungszeit mitzuarbeiten. Zielgerichtete handwerkliche Beschäftigung, sinnliche Materialerlebnisse, neues Naturerleben und gemeinschaftliches Arbeiten und Feiern sind die Pfeiler des Projekts. Schließlich stiftet der gemeinsame Bau Identität mit dem selbst Konstruierten und mit dem Quartier. Alle HelferInnen wirken aktiv und kreativ an der Gestaltung des eigenen Umfelds mit und erleben die Bestätigung, selbst als BaukünstlerInnen aktiv Einfluss zu nehmen. Im gemeinsamen Bauen spielen unterschiedliche Sprachen und Kulturen keine Rolle, wichtig ist die Freude am gemeinsamen Tun. Die ökologische Bambusskulptur „Rosenpavillon“ setzt so ein nachhaltiges Zeichen der Gemeinschaft. Während des 2-wöchigen Baus ist die Baustelle öffentlicher Treff mit offenem Kulturprogramm.

Durch die Errichtung eines so genannten Berberdorfs mit Tuaregzelt, einer mongolischen Wohnjurte, einer Bambushalle und einem Hammam wird die Baustelle zu einem festlichen Begegnungsort. Alle können sich beteiligen, zusehen, Tee trinken, kochen und essen, Musik machen, erzählen, tanzen...

 

Der „Rosenpavillon“ wird ein dauerhafter, attraktiver Ort, der den Gedanken der Begegnung von der Moschee mit Begegnungsstätte in den Stadtteil trägt. Der „Rosenpavillon“ ist durch den Skulpturenweg Wolfsbahntrasse mit der Katholischen Kirche und der Haupteinkaufsstrasse Marxlohs mit ihren vielfältigen Brautmodengeschäften verbunden. Der Rosenpavillon bietet Raum für religiöse ebenso wie für säkulare Kulturveranstaltungen, einfach nur zum Verweilen oder auch als romantische Kulisse für Hochzeitsfotos. Die natürliche Pracht des Bambuspavillons und die Schönheit der Rose sollen den durch Kohle und Stahl geprägten Stadtteil aufwerten und die Identifikation der dort lebenden Menschen mit ihrem Stadtteil erleichtern.

Aktuelle Infos von RUHR.2010 zum Rosenpavillon

hier....

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